Mittwoch, 13. Juli 2016

2. Tag Salomons Kapelle

Heute ist Markt in Allinge rund um den Hafen, wo sich die schicken Jachten tummeln. Er entpuppt sich jedoch als einfacher Flohmarkt, wo die Verkäufer ihren Spaß haben, wir uns aber wundern, was hier so alles für verkaufenswert gehalten wird.



Flohmarkt am Hafen



Spannend: eine neue Jacht nähert sich dem Hafen.


Am Nachmittag radeln wir an die nördlichste Spitze von Bornholm nach Hammeren. Dort gibt es ein Naturschutzgebiet und auf einem Granitplateau eine Kirche namens "Salomons Kapel" aus dem 15. Jahrhundert. Viel ist von der Kapelle nicht mehr zu sehen und doch haben der Ort und die Umgebung eine eigentümliche, fast magische Wirkung auf uns.


Hemmeren an der nördlichen Spitze von Bornholm


Salomon war ein Dominikanermöch, der von Bologna aus nach Köln geschickt wurde, um dort ein Konvent zu gründen. Warum diese Kapelle in Bornholm nach ihm benannt wurde - ich weiß es nicht.

Dafür weiß ich, was ein Konvent ist:

"Ein Konvent (von lat. conventus, ‚Versammlung‘) ist eine Niederlassung einer Ordensgemeinschaft, die aus weiblichen oder männlichen Ordensleuten (NonnenMönchenOrdensbrüdern oder Ordensschwestern) besteht. Sowohl die Bewohner als auch die Gebäude, in denen die Gemeinschaft lebt, können Konvent genannt werden." (Wikipedia)


Salomons Kapelle, 600 Jahre alt

Nach einem Mittagsschläfchen wenden wir uns dem Abendbrot zu. Eine wichtige Frage, denn seit dem Frühstück haben wir nichts gegessen. Nur ein kleines Softeis, aber das war gleich weg. Wir laufen ins Städtchen und entscheiden uns für das "Alte Posthaus" und haben damit eine gute Wahl getroffen, wie sich herausstellt. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, die Bedienung ist nett, der Preis angemessen. 




Ein Prachtexemplar

Wir beobachten, dass die Dänen es sich gut gehen lassen und gerne Wein, Bier und ein Schnäpschen zum Essen bestellen trotz des hohen Preises. Alkohol ist etwa doppelt so teuer wie bei uns. 


Wir schlendern zurück, am Hafen vorbei, den Blick auf die ruhige See, die Stimmung ist friedlich.



Der Hafen

Da klingen Rocklänge an unser Ohr. Wir bleiben stehen und entdecken eine Kneipe im Western-Stil. Drinnen spielt eine dreiköpfige Rockband, Bass, Schlagzeug, Piano. Rock, Boggie-Woogie, Jazz. Das gefällt uns. Wir trinken noch ein Bier und schauen der Sonne beim untergehen zu.


Aus dem Hintergrund tönt die Band


Ganz alleine?


Nein!



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