Gerne würde ich mit Klarnamen schreiben; wenn man etwas veröffentlicht, sollte man auch dazu stehen. Ich hasse anonyme Schreiben und Kommentare.
Aber in Zeiten, wo es eine Riesenmeldung ist, mit Bild, wenn Jogi Löw sich in den Schritt faßt und jede Person des öffentlichen oder halböffentlichen Lebens (Politiker, Lehrer, Polizisten ...) damit rechnen muß, dass jede Regung oder Äußerung per Handy aufgenommen und benutzt werden kann, um eine Person bloß zu stellen oder gar fertig zu machen, bleiben wir notgedrungen lieber unbekannt. Es geht ja auch nur um Urlaubserinnerungen und nicht um einen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung.
Zweite Vorbemerkung
Lehrer sind am Ende des Schuljahres ziemlich ausgelutscht. Die Kinder werden nicht einfacher, die Eltern auch nicht.
Deshalb war es ein guter und wichtiger Start in unseren Urlaub, den wir dieses Jahr in Bornholm verbringen wollen, vom 12.7.-26.7., dass ein paar schöne Abende die erschöpfte Lehrerin gleichsam in die Erholungsphase hingleiten ließen. Als da wären:
a) Länderspiel Frankreich:Deutschland, 2:0. Unglückliche Niederlage, aber bei Uschi und Heiner mit vorzüglichem Essen erträglich abgefedert. Das war der Donnerstagabend.
b) Freitag letzter Schultag. Abends Schloß Lörsfeld. Dort gibt es ein Restaurant mit einem Michelin-Stern. Ein wunderschönes, kleines Schloß mit gepflegten, großen englischen Garten. Dazu eine Lesung von Sophie Bonnet, der Rosamunde Pilcher der Provence, irgendwas über Seife und Seifenoper. Sehr nettes Ambiente, tolles Essen und nette Menschen dazu. Wunderbar!
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| Schloß Lörsfeld |
c) Sodann der Samstag mit einem Konzert, veranstaltet von den Kölner Stadtentwässerungsbetrieben. Richtig, im Untergrund, da wo das abfließt, was man nicht länger als nötig im Haushalt haben möchte. Eine grau-braune Brühe, die stinkt und manchmal auch überläuft. Aber dann gibt es keine Konzerte. Und was soll ich sagen: Es war wunderbar.
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| Der Kronleuchtersaal, links läuft die Kloake vorbei |
Oben im Park ein kleiner Pavillion, Getränke soviel man will, gereicht vom Entwässerungsbetrieb, eine kleine Einführung in die Geschichte des "Kronleuchtersaals" und dann feiner Jazz von drei hübschen Mädels und einem sehr guten Schlagzeuger. Nicht so lange (die Luft!) aber konzentriert. Ein Erlebnis!
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| Die Basserin und die Saxophonistin |
Heute Abend noch das Endspiel Frankreich gegen Portugal, wo wir den Portugiesen ganz fest die Daumen drücken. Die Franzosen waren so arrogant als sie die Isländer geschlagen haben, das hat uns nicht gefallen.
Morgen früh gehts dann richtig los. Auf nach Bornholm!



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