Sonntag, 17. Juli 2016

6. Tag Radtour nach Rönne

"Solch eine Fahrradtour macht mich glücklich. Man spürt die frische Luft im Gesicht, gibt sich dem Duft von Meer und Vegetation hin, hört die Möwen schreien und die Wellen schlagen und genießt den Anblick der mehrfarbigen Felsen. Alle Sinne werden angeregt, wenn man auf dem Fahrrad durch die Bornholmer Landschaft fährt. Man kann den Alltag für eine Weile vergessen und in den Erlebnissen versinken.", steht in einer Broschüre geschrieben.


Da wir gestern kräftig gewandert sind, wollen wir heute unsere Sinne auf dem Rad anregen und zur Hauptstadt der Insel nach Rönne radeln. Hin übers Land, zurück über den Radweg Nr. 10,  direkt an der Küste entlang nach Allinge.

Doch zuvor wollen wir noch ins letzte Konzert des diesjährigen Jazzfestivals reinhören. Es spielen die "Doghouse Cats" und sie begeistern uns.

Hier eine kleine Kostprobe:





Tolle Band: Die "Doghouse Cats"




Es wird auch Schach gespielt.


Posaune, Trompete, Saxophon - so muß es sein.

Grün die Bäume, gelb die Kornfelder, blau die Ostsee - und unangenehm langgezogen die Anstiege, man glaubt es kaum,


So sehen die Friedhöfe aus, sehr geregelt. Hier bei unserer 2. Rundkirche.


Die Rundkirche in Nyker. Leider geschlossen.


Das ist Rönne, besser gesagt, dass, was wir in Erinnerung behalten. Viele alte, kleine, dicke Männer auf Riesenmaschienen, die mit ihren kurzen Ärmchen kaum an den Lenker kommen. Aber einen Höllenlärm veranstalten.



Der Marktplatz von Rönne. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Und dafür schuften wir uns ab! Für einen Motorradparkplatz!


Wir würdigen den Ort keines weiteren Blickes mehr und fahren wieder hinaus in die freie Natur. Sinne anregen und so.


Schöne Ausblicke, aber es fängt an zu regnen. Der Regensinn wird angeregt.

Pisswetter

Proteste machen sich breit. Nur weil der Weg hoch und runter geht. 3 Anstiege mit 14%, einer sogar mit 17%. Da müssen wir schieben.

Beim Hochschieben war mir so, als wisperte hinter mir eine Stimme, "ich krieg keine Luft mehr, dauernd hoch und runter, nie wieder gehe ich in den Urlaub ohne Auto, eine saublöde Strecke ist das, das Essen ist schlecht, das Bier ist teuer, so ein Scheißland, nie wieder will ich hierher". Aber als ich mich umdrehte, hörte ich nur die keuchende Vera. War wohl eine Einbildung, die der pfeifende Wind mir suggeriert hat.



Es gibt auch einen großen Steinbruch, der noch in Betrieb ist. Hier wird ein ganzer Hügel abgetragen.


Jetzt lacht sie wieder, Gott sei Dank! Ist auch nicht mehr weit!



Eine unerwartet heftige Tour geht zu Ende. Nur etwa 60 Kilometer, aber durch den teils heftigen Wind, den Regen und die vielen Steigungen, ist es eine richtig anstrengende Tour geworden. Das Bier in Allinge haben wir uns verdient.

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