Freitag, 15. Juli 2016

4. Tag Hammershus

Heute haben wir die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Bornholm besichtigt, die Ruine der Burg Hammershus. Sie liegt 70 Meter über dem Meer, ein gewaltiger Bau, mit dessen Errichtung um 1100 herum begonnen wurde.




"Mit der Entwicklung der Artillerie büßte die Burg ihre militärische Bedeutung Schritt für Schritt ein. Die Festung wurde zeitweise auch als Garnison und Staatsgefängnis genutzt. So waren in den Jahren 1660-1661 Prinzessin Leonora Christine und ihr Mann Corfitz Ulfeldt dort inhaftiert. Seit 1743 gibt es auf Hammershus keinen Burgherren mehr. So ist es nicht erstaunlich, dass viele Bornholmer die Burg als Baustoffspender nutzten und ihre Häuser mit Steinen aus Hammershus bauten. Selbst Häuser in Rønne wurden auf diese Weise gebaut. Die Anlage von Hammershus wurde so in wenigen Jahren zur Ruine geschliffen. Einhalt wurde dem Treiben erst im Jahr 1822 geboten, als Hammershus unter Denkmalschutz gestellt wurde."

Anbei ein kleines Video, das die Burg aus verschiedenen Perspektiven zeigt.









Hu!


Luftaufnahme (aus: Bornholm.Info)


Weiter Blick bis nach Schweden


Eine riesige Anlage.

Blumenkinder

Hier muß der Feind lang kommen. Nur damals ohne Treppe, dafür mit kochender Kalkbrühe empfangen.


Da! Seht ihr es auch? Der kleine,weiße Strich, etwa in der Mitte des Bildes? Nein, haltet die Kalkbrühe zurück, es sind keine Feinde!



Freundliches Geschwader. 
(Herangezoomt durch die Kamera, die nicht größter als eine Zigarettenschachtel ist.)





Zurück in Allinge gibt es wieder Jazz. Diesmal vom Feinsten. Langsame, melodische Balladen, die einen in Trance versinken lassen. Wunderbare, entspannte Athomosphäre.



Am Nachmittag raffen wir uns noch einmal auf zu einer längeren Radtour. Wie man vielleicht sehen kann, geht es durchaus bergauf. Es sind zwar nur 70 Höhenmeter, aber auch die wollen bezwungen werden. Unser Ziel ist die Rundkirche von Olsker.


Das Korn ist reif.


Die Rundkirche von Olsker, eine kleine Trutzburg. Uralt, um 1150 erbaut.


Nebendran steht dieses nette Haus zum Verkauf bereit. Wär' das nichts für die Alten-WG?


In Allinge wieder Jazz. Wir haben Hunger.


Tolle Band, der wir gerne zuhören. Wir haben trotzdem Hunger und gehen ins "Margeritha" - Pizza essen.


Wir gönnen uns nach der anstrengenden Radtour (Gegenwind!) eine Flasche Wein. Die Weine stammen hauptsächlich aus Californien, Südafrika, Australien, Chile. Aus Tyskland hat es nur ein Wein von der Mosel geschafft, der, auf unsere Nachfrage hin, aber sehr süß sei.

Hat die deutsche Weinwirtschaft hier kapituliert und das Feld der Konkurrenz aus Übersee überlassen, mit deren Qualität sie leicht mithalten kann? Oder wird in Deutschland zu wenig Wein produziert, so dass gar keine Kapazität vorhanden ist, um etwa Dänemark zu versorgen? Wir trinken einen Savignon Cabernet aus Chile, ein ziemliches Marmeladenwasser.


Und danach, jawohl, Jazz, diesmal im Zelt. Es ist kühl geworden. Was nicht heißt, dass es vorher warm gewesen wäre. Genauer wäre es, zu sagen: noch kühler.


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